Umbau Einfamilienhaus - Berlin-Spandau

Ein schlichtes, freistehendes Mietshaus aus den 20iger Jahren mit ursprünglich fünf Mietparteien wurde zu einem großzügigen Einfamilienhaus mit zwei Einliegerwohnungen umgebaut. Das Erdgeschoß, als durchgängiger Wohnbereich von allen nichttragenden Wänden befreit, erhielt einen durchlaufenden Sichtestrich, der sich über eine 50qm große Holzterrasse in den Garten verlängert. Die tragenden Wände sind jeweils in den Achsen der neu eingefügten bodenbündigen Fenster von großen Portalen durchbrochen, so dass man von jedem Punkt des durchgängigen Wohnbereiches hinaus in das Grün des Gartens blickt. Trotz der klaren Struktur des 20iger-Jahre-Mietshauses erlaubte es das Raumangebot nicht, großzügige Deckendurchbrüche und Galerien für die über drei Ebenen reichende Wohnung zu einzuführen. Verbindendes Element wurde deshalb ein Einbauschrank, der über drei Geschosse reicht. Benutzt man die neue interne Treppe, bewegt man sich stets um das Einbaumöbel herum. Sowohl Treppe als auch Schrank sind ganz in hellem kanadischem Ahorn gefertigt und schließen bündig an Wände und Decken des Hauses an. Um die Großzügigkeit und Klarheit der Raumzusammenhänge des Hauses nicht zu beeinträchtigen, ließen sich nur kleine Bäder, dafür aber auf jeder der drei Etagen realisieren. In Glasmosaikfliesen ausgeführte Flächen kontrastieren mit weißen Spachtelflächen, geätztem Glas und schwarzem portugiesischem Schiefer.

Auftraggeber: Olivia & Sven Kurth, projektverantwortlich: Holger Gantz
Fertigstellung: 2002