Realisierungswettbewerb Betreutes Wohnen in der Hansestadt Havelberg

Städtebauliche Situation
Der Neubau des Altenwohngebäudes besetzt den westlichen Bereiches des Grundstückes. Das Bauvolumen besteht aus vier Bauvolumen, die durch eine gemeinsame Erschließung miteinander verbunden sind. Die einzelnen Baukörper sind gleich hoch, jedoch unterschiedlich breit und tief. Das Ensemble bildet an südwestlicher Ecke und Westseite des Grundstückes klare Bebauungskanten. Der Zugang zum Gebäude erfolgt an der Westseite. Das Niveau des Erdgeschossfußbodens liegt etwa 1,30 Meter über dem Geländeniveau. Damit ist sicher gestellt, dass die Erdgeschosswohnungen von außen nicht einsehbar sind.

Baukörper
Die Gliederung des Bauvolumens in vier Körper und eine verbindende Erschließungsachse entwickelt sich aus der vorhandenen Grundstückssituation. Mit der gewählten, gegliederten Gebäudestruktur soll der Eindruck einer großvolumigen Bebauung vermieden und, in Anlehnung an die umgebende Bebauungsstruktur, eine aufgelockerte Bebauung entwickelt werden. Die Gebäudeform reagiert insbesondere auf erhaltenswerte Großbäume. Die interne Erschließung des Gebäudes ist als offener Laubengang ausgebildet. So wie die einzelnen Bauvolumen intern als einzelne Gebäude wahrgenommen werden, bildet die interne Erschließung eine Straße unterschiedlichen Querschnitts, die durch angelagerte Plätze und Ausblicke nach verschiedenen Seiten aufgelockert wird. Die Anbindung der denkmalgeschützten Villa als Erweiterungsfläche für weitere Wohneinheiten bzw. Gemeinschaftsräume ist vorgesehen.

Nutzung
Insgesamt 24 Wohnungen sind im Gebäude untergebracht. Sämtliche Wohnungen sind barrierefrei nach DIN 18025-2 geplant. Davon sind 6 Wohnungen nach DIN 18025-1 als für Rollstuhlfahrer nutzbar vorgesehen, ein größerer Anteil wäre problemlos umsetzbar.

Freiraum
Durch die Stellung des Neubaus an der westlichen Grundstücksgrenze bleiben große Bereiche des Grundstücks frei und seine Großzügigkeit und parkartige Weite erhalten. Der parkartige Freiraum erhält eine auf das Gebäude bezogene klare Gestaltung zum Thema „Garten der Sinne“.

Auslober: Blindenförderungswerk GmbH Sachsen-Anhalt, Magdeburg
Wettbewerb, Ankauf: 2009