Gutachterverfahren Neubebauung Niemeyerstraße, 06110 Halle (Saale)

Die L-förmige Grundform des Grundstückes bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung der Wohnanlage: vier L-förmige Baukörper werden so miteinander kombiniert, dass eine prägnante Struktur entsteht, die genau definierte und von einander abgegrenzte Außenräume entstehen lässt. Drei der Baukörper bilden auf Grund ihrer Anordnung ein großes L, welches die Grundstücksstruktur aufnimmt und den Straßenraum von Niemeyerstraße und Kurt-Eisner-Straße nachzeichnet. Der vierte L-förmige Baukörper schließt an die Brandwand der vorhandenen Bebauung an der Kurt-Eisner-Straße an und bildet mit dem folgenden Neubau und dem gegenüber befindlichen Bestandsgebäude einen Platz. Dieser ist Ausgangspunkt eines promenadenartigen Weges, der die Durchquerung des Baublocks ermöglicht und eine Verknüpfung zwischen den Straßen und dem Hofbereich herstellt. Über einem halb im Gelände versenkten Keller- und Garagengeschoss erhebt sich eine viergeschossige Bebauung, die in Höhe und Geschossigkeit mit der umgebenden Bebauung korrespondiert. Die Struktur der Wohngebäude wurde auf Grundlage eines regelmäßigen Rasters entwickelt. Zwei Grundtypen von Wohnungen (Zwei- und Drei-Raumwohnung) mit gleicher Breite lassen sich nach Bedarf kombinieren und entsprechend der Himmelsrichtung auch gespiegelt oder gedreht anordnen.

Auslober: Hallesche Wohnungsgenossenschaft "Freiheit" eG, Halle
Wettbewerb, Teilnahme: 2011